Theaterfitness

In Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogen Eckard Bade habe ich im Sommer 2008 das Konzept Theaterfitness ins Leben gerufen.

PROFESSIONELLES SCHAUSPIEL IST EIN “LEISTUNGSSPORT”
Es setzt eine sehr hohe Körperbeherrschung, -kenntnis und -fitness voraus. Insbesondere in den Theorien von Meyerhold und Grotowski sowie in den traditionellen Körpertheaterformen des Kabuki-Theaters und der Commedia dell’Arte steht ein intensives Körpertraining an erster Stelle.

Diese körper- und bewegungsorientierten Elemente nutzen wir in unserer Arbeit: Ein Mix aus gruppendynamischen Bewegungsspielen, anspruchsvollen Schauspielübungen und freien Schauspielimprovisationen gibt einerseits der Begeisterung für das Theater Raum und ermöglicht andererseits ein anspruchsvolles Körpertraining. Damit fördern wir nicht nur einen körperlichen, sondern auch einen geistigen und emotionalen Ausgleich.

Bewegungsspiele
Als Theaterpädagogen verfügen wir über ein sehr umfassendes Repertoire an Spielen und spielerischen Übungen. Mit dem besonderen Augenmerk auf möglichst gezielte und umfassende Bewegungselemente initiieren wir gruppendynamische Prozesse und fördern die Spielfreude der Teilnehmer.

Schauspielübungen
Schauspielübungen haben im Gegensatz zu Spielen und spielerischen Übungen einen weit höheren Trainingscharakter: Sie verlangen von den Teilnehmern eine hohe Konzentration und Körperbeherrschung.
Wir nutzen insbesondere Übungen aus dem Meyerhold-Schauspieltraining, dem Suzuki-Training, der Commedia dell’Arte, der Clownerie und dem Tanztheater.

Improvisationen
Schauspielimprovisationen anzuregen und zu fördern ist eine wesentliche Aufgabe des Theaterpädagogen. In dieser freien Form des Theaterspiels schlüpfen die Teilnehmer in eine Rolle, lernen, spontanen Impulsen zu folgen und aufeinander einzugehen.
Mit Hilfe von Improvisationsregeln, Atmosphären und Situationen oder auch durch konkrete Rahmenhandlungen nehmen wir auf den Körpereinsatz und das inhaltliche Ergebnis gezielt Einfluss.